Mentorinnen-Montag mit Lisa

Was treibt unsere Mentorinnen an? Hier möchten wir sie euch in regelmäßigen Abständen
vorstellen. Wir machen uns für den Frühling bereit mit Lisa Michael, sie ist CyberMentorin seit 2019 und an der Technischen Hochschule Georg Agricola als Projektleitung des E-Learning-Programmes „PepperMINT“ ebenfalls in der MINT-Bildung tätig.

CM: Wie wurdest du auf CyberMentor aufmerksam und warum hast du dich entschieden, dich als Mentorin zu engagieren?

LM: Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich über die sozialen Netzwerke auf CyberMentor aufmerksam geworden. Während meines interdisziplinären Studiums (Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften) mit dem Schwerpunkt Informatik und auch nach meinem Berufseinstieg ist mir immer wieder aufgefallen, wie unterrepräsentiert Frauen im MINT-Bereich sind. CyberMentor ist eine sehr schöne Initiative, um dem entgegenzusteuern und Mädchen und jungen Frauen nicht nur Perspektiven im Bereich MINT aufzuzeigen, sondern auch Vorbilder, die nahbar sind und mit denen ein Austausch stattfinden kann. Mir haben solche Vorbilder im MINT-Bereich früher gefehlt. Daher möchte ich an dieser Stelle Mentees die Möglichkeit zum Austausch bieten, die ich früher auch gerne gehabt hätte!

Bild: Lisa Michael

CM: Wie sieht das Mentoring mit deiner Mentee aus? Wie oft und über was tauscht ihr euch aus?

LM: Meine jetzige Mentee und ich haben regelmäßig Kontakt. Unsere Gesprächsthemen sind sehr vielfältig und richten sich auch nach dem aktuellen Geschehen der Woche. Zu Beginn haben wir uns erst einmal kennengelernt, über Hobbies, MINT-Schwerpunkte in Schule und Beruf und den Weg zu CyberMentor sowie die Motivation und Wünsche an das Mentoring-Programm gesprochen. Im Laufe der Zeit haben wir uns immer besser kennengelernt, und uns zu Erlebnissen aus dem Alltag, aus Schule und Beruf und auch Empfehlungen zu Podcasts, YouTube Kanälen und Büchern ausgetauscht. Die aktuelle Situation hat unseren Austausch mitunter stark beeinflusst. Zum einen haben wir sehr viel über die „Homeoffice- Situation“ in Beruf und Schule, digitale Arbeitsweisen und Lernformate geredet. Zum anderen haben wir die erste Projektidee über den Haufen geworfen, da wir gemerkt haben, dass die Idee so nicht zu realisieren war. Als Highlight möchte ich aber noch erwähnen, dass meine Mentee am Informatik Biber Wettbewerb teilgenommen hat.

CM: Wie erlebst du das CyberMentor Netzwerk?

LM: Das Netzwerk habe ich auf der internen Plattform als sehr aktiv kennengelernt. Bei Fragen im Forum dauert es meistens nicht lange, bis jemand eine Antwort weiß und es ergeben sich immer wieder interessante Gespräche. Ich habe hin und wieder Kontakte knüpfen können und die eine oder andere Inspiration für weitergehende Artikel etc. gefunden – alles in allem bietet das Netzwerk eine gute Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken.

CM: Warum würdest du anderen Frauen CyberMentor empfehlen?

LM: Ich empfinde es als sehr wichtig, Frauen im MINT-Bereich sichtbar zu machen. In jungen Jahren begeistern sich Kinder für alles Mögliche – diese Begeisterung muss man aufrechterhalten und Stereotype wie „typisch“ weibliche oder männliche Berufe etc. aufbrechen. CyberMentor bietet hier einen tollen Ansatzpunkt. Ich kann es anderen Frauen nur empfehlen, selbst als Vorbild aktiv zu werden und den Mentees auf diese Weise Möglichkeiten für einen Austausch „auf Augenhöhe“ zu geben. So gibt man den Mentees die Gelegenheit, nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern auch die Person dahinter kennenzulernen. Das Schöne am Mentoring ist nicht nur das Geben, sondern auch das „Nehmen“. Der Austausch zwischen Mentee und Mentorin ist ja nicht eindimensional, sondern äußert sich in beide Richtungen. Man gibt als Mentorin nicht nur das eigene Wissen und die eigenen Erfahrungen weiter, sondern bekommt auch ganz viel zurück.

CM: Gab es Highlights oder besondere Momente aus dem Mentoring?

LM: Ich würde gar keine einzelne Situation herauspicken, viel besser finde ich den kontinuierlichen Austausch mit meiner Mentee. Ein Highlight fernab vom Mentoring möchte ich dennoch erwähnen. Ich habe über CyberMentor meinen aktuellen Job an der Technischen Hochschule Georg Agricola gefunden. Hier bin ich als Projektleitung für die Konzeption und Ausgestaltung von MINT-E-Learning-Kursen für Schüler*innen und angehende Studierende verantwortlich, ein Projekt, in dem sich Anknüpfungspunkte zu CyberMentor ergeben. Mit meinem breit aufgestelltem Projektteam kann ich zu einer nachhaltigen MINT-Ausbildung  und zur Vernetzung von Schüler*innen und Studierenden beitragen.

CM: Welche neuen Erfahrungen konntest du durch das Mentoring machen?

LM: Sowohl im privaten Austausch mit meiner Mentee als auch im breiteren Austausch auf der Plattform konnte ich ganz verschiedene Dinge mitnehmen. Am prägendsten war die Erkenntnis, wie sehr ich durch das Mentorinnen-Dasein wachse und sich dies auch auf das eigene Handeln und die eigene Persönlichkeitsentwicklung auswirkt.

CM: Liebe Lisa, vielen Dank für dein Engagement und ganz viel Erfolg mit PepperMINT!

Mehr Infos zu PepperMINT findet ihr auf den Seiten der Technischen Hochschule Georg Agicola:

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