Hinter den Kulissen #1 – PopArt und Chemie?!

So ein Blog hat ja den angenehmen Effekt, dass sich hier viel mehr Text platzieren lässt, als in knappen Posts auf sozialen Netzwerken. Deshalb möchten wir hier neben den Interviews mit unseren Mentorinnen auch immer mal Einblicke in den Mentoring-Alltag unserer Paare geben. Manche von ihnen präsentieren ihre Projekte voller Stolz in unserem Forum oder auch in den CyberNews, unserer Plattform-Zeitschrift. Von anderen Projekten erfahren wir oft nur auf Nachfrage und entdecken dabei kuriose Schätze, aber lest selbst!

Unser heutiges Beispiel zeigt, wie wahnsinnig kreativ unsere Mentees und Mentorinnen an MINT-Themen herangehen. Unser erster Beitrag führt uns in das Reich der Chemie und ein Thema, das wir alle irgendwann mal in der Schule behandelt haben: Den pH-Wert und die Bestimmung mittels einer Indikatorflüssigkeit. Das Herstellen einer Indikatorflüssigkeit aus Rotkohlsaft ist ein beliebtes Experiment für zu Hause und perfekt für das Rantasten an kleinere Versuchsaufbauten. Rotkohl (*s.u.) ist in jedem Supermarkt verfügbar, Indikatorpapier ergänzt das Experiment und ist in Apotheken oder Drogeriemärkten ebenfalls leicht erhältlich.

Was aber passiert, wenn der eigenen Kreativität keine Grenze gesetzt wird, haben uns Anna und ihre Mentorin Larissa verraten: Sie machen sich die Reaktionen und die verschiedenen farblichen Abstufungen zunutze um ein PopArt Kunstwerk zu erschaffen!

„Unsere Projektidee ist es, mit Hilfe von Rotkohlindikator und einem 3D-Drucker ein PopArt-Bild herzustellen. Hierfür haben wir ein Bild von mir genommen, das ich mit GIMP bearbeitet habe, damit es aussieht wie PopArt. Wir haben bis jetzt auch schon Rotkohlindikator hergestellt (per VideoChat) und getestet, welche Substanzen wir zur Färbung verwenden können. Als nächstes planen wir dann, mit dem 3D-Drucker eine Form auszudrucken, die eben aussieht wie das bearbeitete Bild von mir, aber mit Mulden zum befüllen mit dem Indikator. Die Form kann Larissa mit Hilfe eines Programms am Laptop erstellen und am 3D-Drucker ausdrucken. Wir werden die Mulden dann wie eine Art Malen nach Zahlen Bild nur mit pH-Werten anstelle der Zahlen mit Indikator verschiedener Farben befüllen und somit ein PopArt-Bild erstellen, was wir dann fotografieren werden. Das Projekt führen wir natürlich bei meiner Mentorin durch, da ich keinen 3D-Drucker besitze, ich bin jedoch immer per Skype dabei. Anbei ein Bild von unserer pH-Skala.“

Foto: privat

Im Bild ist deutlich zu sehen, wie die verwendeten Proben zu unterschiedlichen Farben führen und wir können uns jetzt schon vorstellen, wie die farblichen Abstufungen hinterher im fertiggestellten Kunstwerk wirken. Rot deutet auf einen sehr niedrigen, sauren pH-Wert hin, blau im mittleren Bereich und bei einem hohen pH-Wert – also Basen – wird die Rotkohlflüssigkeit grün oder sogar gelb. Wir sind auf jeden Fall echt gespannt auf das Ergebnis!

Mentee Anna und ihre Mentorin Larissa sind übrigens ein perfektes Beispiel, warum Online-Mentoring nicht nur in Corona-Zeiten eine tolle Sache ist: Larissa studiert in Hamburg, und Anna besucht die German European School in Singapur! Die beiden haben durch die Kooperation von CyberMentor mit den Junior-Ingenieur-Akademien der Deutschen Telekom Stiftung zueinander gefunden: Die GESS ist seit einigen Jahren eine der Schulen, an denen JIA ein Wahlpflichtfach ist und deren Schülerinnen bei CyberMentor weitere Förderung in ihren technisch-naturwissenschaftlichen Interessen erhalten können.

Anna sagt: „Ich tausche mich mit meiner Mentorin in etwa einmal alle zwei Wochen per Video Chat über Skype aus, manchmal schreiben wir zwischendrin um neue Termine zu vereinbaren. Wir reden normalerweise über Schule meinerseits und das Studium ihrerseits, unsere Klausuren oder Projekte, die Sie beispielsweise gerade in der Uni macht. Als wir uns neu kennengelernt haben, haben wir auch erstmal über allgemeinere Dinge geredet, beispielsweise unsere Hobbies und Familie oder Ähnliches. Wir erzählen uns manchmal auch einfach von unseren Freunden oder unserem Alltag mit Corona, momentan reden wir aber besonders über unser gemeinsames Projekt. Dieses Projekt ist das erste, was ich auf CyberMentor durchgeführt habe.“

Wir sind auf jeden Fall schon sehr gespannt, wie das fertige Kunstwerk aussieht!

(*) Wusstet ihr eigentlich, dass Rotkohl und Blaukraut eigentlich das gleiche sind? Klar! Aber wusstet ihr auch, dass die unterschiedlichen Namen von den verschiedenen Bodenbeschaffenheiten kommen? Weil die Böden regional unterschiedlich sauer sind, findet die Reaktion bereits beim Wachsen der Pflanze statt.

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